
Mario Kunze
seit 1997 im, damals noch städtischen, Klinikum im Friedrichshain als Elektriker tätig.
Vater und Großvater, der alles daran setzt seinem Enkel jegliche Kriegserfahrung zu ersparen.
Die Ökonomisierung unserer Gesundheitsversorgung – mit all ihren Nebenwirkungen, wie Outsourcing, Personalnotstand und medizinische Unterversorgung – hat mich 2013 in die Gewerkschaft und 2018 in den Betriebsrat geführt.
Seit dieser Zeit kämpfe ich zusammen mit meinen Kolleg*innen gegen den profitorientierten Ausverkauf unseres Gesundheitswesens.
Wer diesen Ausverkauf unterstützt, kann in meinen Augen nicht im Interesse unserer Patient*innen und Kolleg*innen handeln.
Immer öfter stellt sich auch in unserem Betriebsrat die Frage:
Wessen Interessen vertritt so manches Mitglied wirklich?
Jedes BR- Mitglied entscheidet für sich allein.
Für mich gibt es dabei nur eine Antwort:
Angriffe auf beide Interessenvertretungen unserer Beschäftigten, oder auf gesetzliche Vorgaben und Tarifverträge, sind Angriffe auf alle Arbeitnehmer*innen unseres Unternehmens.
Sie liegen einzig im Interesse unserer Arbeitgeberin, die den illegalen Sparkurs unseres Gesellschafters vertritt.
Deren Interessen zu vertreten ist, in meinen Augen, nicht die Aufgabe eines Betriebsrates.
